„Lass uns den Preis erst einmal etwas höher ansetzen. Runtergehen können wir bei den Verhandlungen ja immer noch.“ Als Immobilienmakler im Seeland hören wir diesen Satz fast wöchentlich. Der Gedanke ist absolut menschlich und nachvollziehbar: Niemand möchte sein geliebtes Zuhause unter Wert verkaufen. Ein finanzieller Puffer für spätere Preisverhandlungen scheint da die logische und sicherste Strategie zu sein.
Doch was in der Theorie logisch klingt, entpuppt sich in der Praxis des aktuellen Immobilienmarktes als die gefährlichste Falle für private Verkäufer. Wir zeigen Ihnen, warum ein zu hoher Startpreis beim Hausverkauf im Seeland oft dazu führt, dass Sie am Ende unter dem eigentlichen Marktwert verkaufen müssen.

Gefahr 1: Sie werden für Ihre beste Zielgruppe unsichtbar
Die Immobilien-Suche hat sich digitalisiert. Über 90 % der Käufer suchen heute auf Internetportalen (wie z.B. Comparis) und richten sich dort strikte Suchabos mit harten Preisgrenzen ein.
Ein kurzes Rechenbeispiel: Der reelle Marktwert Ihres Hauses in Lyss liegt bei CHF 950’000. Um „Verhandlungsspielraum“ zu haben, inserieren Sie es für CHF 1’100’000. Die absolute Top-Zielgruppe für Ihr Haus (junge Familien mit einem Finanzierungsbudget von bis zu 1 Million Franken) wird Ihr Inserat niemals sehen. Sie fallen schlichtweg durch das Raster der Suchfilter. Die Interessenten, die in der Preisklasse bis 1.1 Millionen suchen, erwarten hingegen eine andere Objektklasse (z.B. luxuriöserer Ausbau, neuere Baujahre) und werden von Ihrem Haus enttäuscht sein.
Gefahr 2: Der gefürchtete „Ladenhüter“-Effekt
Wenn der Preis zu hoch angesetzt ist, bleiben die Besichtigungen aus. Das Haus ist wochen- oder gar monatelang online sichtbar. In der regionalen Käuferschaft im Seeland spricht sich das schnell herum.
Die potenziellen Käufer werden misstrauisch und fragen sich: „Wenn das Haus so toll ist, warum hat es noch niemand gekauft? Da stimmt doch bestimmt etwas nicht mit der Bausubstanz!“ Ihre Immobilie verbrennt auf dem Markt und wird zum Ladenhüter.
Gefahr 3: Die Abwärtsspirale und harte Verhandlungen
Bleibt der Verkauf aus, folgt unweigerlich der Moment, in dem der Preis gesenkt werden muss. Oft sogar mehrfach.
Für Immobilien-Käufer ist das wie Blut im Wasser. Sie wittern eine Schwäche und wissen, dass Sie als Verkäufer unter Zugzwang stehen. Anstatt sanfter Verhandlungen folgen nun aggressive Preisdrückereien. Statistiken und unsere langjährige Erfahrung zeigen deutlich: Immobilien, die mit einem überhöhten Preis starten und dann reduziert werden müssen, erzielen am Ende einen niedrigeren Verkaufspreis, als wenn sie von Tag eins an marktgerecht positioniert worden wären.
Die Lösung: Den „Sweet Spot“ treffen
Die erfolgreichste Strategie für den Hausverkauf im Seeland ist es, von Beginn an den exakten, realistischen Marktwert zu treffen.
Ein marktgerechter Preis zieht sofort eine hohe Anzahl ernsthafter Interessenten an. Diese hohe Nachfrage in den ersten Wochen der Vermarktung schafft Konkurrenz unter den Käufern. Nicht selten führt genau diese Dynamik dazu, dass Interessenten von sich aus mehr bieten, um den Zuschlag zu erhalten (ein sogenanntes stilles Bieterverfahren). So erzielen Sie am Ende den absoluten Bestpreis – ohne monatelangen Stress und schlaflose Nächte.
Vertrauen Sie beim Hausverkauf auf regionale Expertise
Ein Online-Rechner kennt weder den charmanten Ausbau Ihres Dachgeschosses noch die spezifische Mikrolage in Ihrer Strasse. Um die Preis-Falle zu umgehen, braucht es Erfahrung und echte Marktkenntnis direkt aus der Region.
Spielen Sie mit dem Gedanken vom Hausverkauf im Seeland? Wir von Follow Immobilien kennen den Markt im Seeland und Solothurn wie unsere Westentasche.
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